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Heizen mit Holz – So wird´s gemacht!

Heizen mit Holz erlebt eine Renaissance. Der Trend zu diesem einheimischen, erneuerbaren und klimafreundlichen Brennstoff darf allerdings nicht zu Lasten der Luftqualität gehen. Beim Heizen mit Holz entstehen Schadstoffe, die als Emissionen über den Schornstein in die Luft entweichen und so Gesundheit und Umwelt belasten. Wer belastete Holzabfälle in Kleinfeuerungsanlagen, bei offenen Feuern und oder sogar beim Grillen verbrennt, belastet nicht nur die Umwelt, sondern gefährdet auch die Gesundheit der eigenen Familie und der Nachbarn.

Beim Verbrennen von Altholz können giftige Stoffe freigesetzt werden!

Beim Verbrennen von behandeltem Holz werden vermehrt Schadstoffe wie z. B. Salzsäure, Flusssäure, Schwermetalle, Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie Dioxine und Furane in die Umgebung abgeleitet und Feinstäube ausgestoßen, an denen diese Schadstoffe teilweise anhaften. Die Schadstoffe bleiben nicht nur in der Luft, sie lagern sich auch am Boden, z. B. in Hausgärten und auf Kinderspielplätzen, ab und können so über die Nahrung oder beim Spielen aufgenommen werden. Bei einer Ofenfeuerung belasten diese Schadstoffe nicht nur die Nachbarschaft, sie können auch in die Raumluft gelangen und die Hausbewohner direkt schädigen.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen dürfen in Haushalten nur die folgenden Holzbrennstoffe verfeuert werden:

  • Grill-Holzkohle, Grill-Holzkohlebriketts (entsprechend DIN EN 1860, Ausgabe September 2005)
  • Naturbelassenes stückiges Holz einschließlich anhaftender Rinde (beispielsweise in Form von Scheitholz, Hackschnitzeln, sowie Reisig und Zapfen)
  • Naturbelassenes nicht stückiges Holz (beispielsweise in Form von Sägemehl, Spänen, Schleifstaub oder Rinde)
  • Presslinge aus naturbelassenem Holz in Form von Holzbriketts oder in Form von Holzpellets oder andere Holzpellets aus naturbelassenem Holz mit gleichwertiger Qualität.

In der Betriebsanleitung des Ofenherstellers sind die zulässigen Brennstoffe aufgerührt. Auch der Schornsteinfegermeister berät zu Fragen rund um den Brennstoff.

Das Verbrennen von Abfallholz in Kamin und Grundöfen ist verboten!

Es stellt je nach Art und Umfang der Abfälle eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat dar. Wer Hölzer verbrennt, die als gefährliche Abfälle eingestuft werden, macht sich in der Regel strafbar.

Folgende „Brennstoffe“ dürfen in häuslichen Öfen oder Zentralheizungskesseln nicht verfeuert werden:

  • Spanplatten, Sperrholz und Faserplatten, alte Möbel, Rebpfähle, Jägerzäune
  • mit Salzen oder anderen Holzschutzmitteln behandelte und sonstige gestrichene oder
  • beschichtete Hölzer
  • Hölzer aus dem Außenbereich, Fenster, Außentüren, Konstruktionshölzer für tragende Teile (z.B. Dachbalken)
  • andere Abfälle

Eine schadlose Entsorgung ist problemlos möglich!

Fallen Althölzer beim Umbau, Ausbau, Räumung, Produktion usw. an, so sind diese gemäß den Vorgaben der Altholzverordnung zu entsorgen. Althölzer aus privaten Haushalten können z. B. über die Annahmestellen der Landkreise oder aber bei hierfür berechtigten privaten Entsorgungsunternehmen entsorgt werden.