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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg hat das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für das Jahr 2021 ausgeschrieben.

Für das Programmjahr 2021 können Zuschussanträge für insbesondere folgende förderfähigen Maßnahmen eingereicht werden:

  • Grundversorgung: Sicherung der wohnortnahen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen, vor allem Dorfläden, Dorfgaststätten, Metzgereien und Bäckereien. Zur  Grundversorgung können auch Ärzte, Physiotherapeuten und Handwerksbetriebe zählen.
  • Arbeiten: Im Förderschwerpunkt Arbeiten soll vorrangig die Entflechtung störender Gemengelagen im Ortskern gefördert werden, z.B. die Verlagerung eines emissionsstarken Betriebs in das nahgelegene Gewerbegebiet. Die frei werdende innerörtliche Fläche kann dann anschließend einer nachbarschaftsverträglichen Nachnutzung zugeführt werden.
  • Sonderlinie Dorfgastronomie: Mit der Sonderlinie sollen gastronomische Betriebe im ländlichen Raum unterstützt werden.
  • Innen- und Ortskernentwicklung
    Der Bedarf an zeitgemäßem, bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin hoch. Etwa die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördermittel wird auch in diesem Programmjahr wieder für den Schwerpunkt „Innenentwicklung/Wohnen“ eingesetzt. Dieser Förderschwerpunkt umfasst neben privaten Wohnbaumaßnahmen u.a. auch die kommunale Verbesserung des Wohnumfeldes.
    Im Fokus steht die innerörtliche Nachverdichtung, also vorrangig Umnutzungen leerstehender Gebäude, Aufstockungen von Gebäuden sowie die Bebauung langjähriger Baulücken im Ortskern. Dies schließt auch Siedlungsflächen aus den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein, sofern diese mit dem Ortskern zusammengewachsen sind und einen entsprechenden Entwicklungsbedarf nachweisen.
  • Flächen- und Wohnraumaktivierung
    Innenentwicklung braucht Strukturen, Dialog und Überzeugung, um einen Veränderungsprozess einzuleiten. Deshalb unterstützt das ELR die Durchführung von Beteiligungs- und Mitwirkungsprozessen unter Einsatz eines örtlichen Koordinators als Bindeglied zwischen Bürgerschaft, Planern und Verwaltung. Zur Steigerung der Akzeptanz solcher Veränderungsprozesse wird die Bereitstellung eines solchen Koordinators teilweise gefördert.

Um die innerörtliche Entwicklung in Gang zu bringen, muss häufig zuerst Platz für eine nachfolgende Neuordnung und Bebauung geschaffen werden. Die Aktivierung innerörtlicher Flächen unterstützt das ELR deshalb durch die Förderung von Zwischenerwerb, Abbruch und Neuordnung.

  • Barrierefreiheit

Eine Vielzahl an öffentlichen Einrichtungen, aber auch Einrichtungen zur Grundversorgung, sind nicht barrierefrei. Gerade bei Gebäuden älterer Baujahre ist der Zugang für Bürger mit Handicap häufig erschwert. Im ELR werden daher örtliche Koordinatoren bei der Durchführung sog. „Barrierefreiheitschecks“ gefördert. Auch investive Maßnahmen zur Schaffung von Barrierefreiheit in öffentlichen Bereichen können gefördert werden.

  • Förderzuschlag bei CO2-Speicherung

Mit dem ELR sollen zudem bioökonomiebasierte Bauweisen gefördert werden. Dazu zählt die Anwendung ressourcenschonender, CO2 bindender Baustoffe wie Holz. Beim überwiegenden Einsatz nachwachsender Rohstoffe – in der Regel dürfte das vor allem Holz sein -, wird der Fördersatz um 5 %-Punkte erhöht.

Voraussetzung für die Aufnahme in das Jahresprogramm 2021 ist ein Aufnahmeantrag mit Darlegung zur strukturellen Ausgangslage, zu den Entwicklungszielen, zum Maßnahmenplan mit Einzelprojekten sowie Umsetzungs- und Finanzierungskonzept.

Weitergehende Informationen sowie die für die Antragstellung notwendigen aktuellen Formulare erhalten Sie unter der Internetadresse
https://rp.baden-wuerttemberg.de/Themen/Land/ELR/Seiten/ELR-Antragstellung.aspx

Anträge sind über das Bürgermeisteramt dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald vorzulegen, d.h. dass Vorhaben mit vollständigen Unterlagen dem Bürgermeisteramt bis spätestens 31. August 2020 vorliegen müssen.

Bei Fragen stehen Ihnen das Regierungspräsidium Freiburg (Herr Weißer, Tel. 0761/208-1261 oder Frau Bucher, Tel. 0761/208-1255), das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald (Frau Schmitt, Tel. 0761/2187-5310 oder Herr Dr. Binder, Tel. 0761/2187-5300) oder die Gemeinde Badenweiler (Herr Renkert, Tel. 07632/72-120) gerne zur Verfügung.