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Über die Liebe in Russland –

Spannender Literatur- und Liederabend bei der  „Tschechow-Soirée“

Aus Düsseldorf, Landau, Mannheim, Tübingen, Freiburg und Badenweiler kommen die Lesenden und Musiker der diesjährigen Tschechow-Soirée des Literarischen Museums „Tschechow-Salon“ und der Deutschen Tschechow-Gesellschaft zusammen, um am nächsten Samstag im „Café Jardin“ des Kurhauses Badenweiler zu Liebeslust und -leiden in vielen literarisch-russischen Varianten zu lesen, zu singen und auf dem Flügel zu begleiten.

Die traditionelle Soirée, ursprünglich anlässlich Tschechows Geburtstag am 29.1., ist dieses Jahr einem beeindruckenden Reigen russischer Jubilare gewidmet:

Zu seinem 220. Geburtstag wird der nicht nur in Russland geliebte Nationaldichter Alexander Puschkin geehrt, von dem auf Deutsch, aber auch in seiner Muttersprache einige seiner bekanntesten Gedichte vorgetragen werden, wobei auch Vertonungen von der Sopranistin Dorothea Rieger, begleitet von der Pianistin Anna-Vassiliki Panagopoulos, zu Gehör kommen.

Natürlich darf auch eine humoristische Kurzgeschichte Tschechows nicht fehlen.

Anna Achmatowa, die zu den bedeutendsten Lyrikerinnen Russlands im letzten Jahrhundert zählt (130. Geburtstag), wird gleichfalls in Text und Liedform vorgestellt. Wie schwer sich die Liebe in den Sträflingslagern Sibiriens gestaltete, wird Thema im „Archipel Gulag“, dem Roman des Nobelpreisträgers Alexander Solschenizyn, dessen 100. Geburtstag letzten Dezember anstand. Einen fulminanten Schlusspunkt setzt der russisch-jüdische Schriftsteller Scholem Alejchem (160. Geburtstag), der vor 108 Jahren in Badenweiler den humoristischen Briefroman „Marienbad“ schrieb, der auch stilistisch höchstes Vergnügen bereitet und in dem Badenweiler namentlich vorkommt. Mit dem bekannten Couplet „Wenn ich einmal reich wär…“ aus dem Musical „Anatevka“, das auf Alejchems Roman „Tewje, der Milchmann“ zurückgeht, findet die Soirée ihr künstlerisches Ende.

Für das leibliche Wohl (auf eigene Rechnung) sorgt dabei das Team des Kurhausrestaurants mit russisch inspirierten Gerichten.

„Jardin“-Saalöffnung am 16.2.2019 ab 17.30 Uhr, Eintritt frei, um Spenden wird gebeten.

H.S.